Das erste Mal … Mit dem Belly auf Dorsch

Anglerromantik pur

Nach einigen Kurztripps auf kleinen Seen ging es an einem lauen Herbstabend nach der Arbeit mit meinem Kollegen auf an den schönen Ostseestrand in der Nähe von Boltenhagen.

Nach einer knappen Stunde Fahrt mit dem Belly im Kofferraum kamen wir am späten Nachmittag auf einem kleinen Parkplatz 300 Meter vom Strand entfernt an. Boot und Tackle waren schnell einsatzbereit und schon konnte es mit dem übergroßen Schwimmreifen auf dem Rücken losgehen Richtung Küste.

Das Wetter, wie geplant windstill und sonnig, verstärkte den Drang aufs Wasser zu kommen und endlich die Flossen ins kühle leicht salzige Nass zu tauchen.

Mit jedem Flossenschlag ging es dem Fischrevier entgegen. Die Erfahrung meines Begleiters wies eine zurückzulegende Strecke von ca. 700 Meter aus. Da hieß es Ruder raus, Beine bewegen und es blieb trotzdem noch genug Zeit die neuen Gegebenheiten auf sich wirken zu lassen. Die Gründe, warum wir gerade dort den Fischen zuerst nachstellten liegen mit Blick auf das Satellitenbild klar auf der Hand. Die Kante!

Mit dem Deeper „bewaffnet“ ging es nun auf die Suche nach den Dorschen. Sowohl Suchradius als auch Geschwindigkeit hielten sich aufgrund der fehlenden Motorisierung stark in Grenzen. So vergingen einige Zeit und viele ruhige Auf- und Abwärtsbewegungen der Rutenspitze bis ein merklicher RUCK durch diese fuhr. Sofort waren alle Sinne wieder hellwach. Nach kurzem, aber euphorischem Drill war er dann da. – Der erste Bellydorsch.

„Bellydorsch“

Nachdem der Fisch versorgt wurde konnte es weiter gehen. Das Hauptziel war erreicht. Der restliche Abend bestand aus einer Vielzahl weiterer entspannenden Beinzügen, einer traumhaften Atmosphäre…

„Ostseeatmosphäre“

… und ein paar weiterer Dorsche und Wittlingen. Die Ausbeute ist überschaubar, aber der Nachmittag nach der Arbeit hat sich dennoch in jeder Hinsicht gelohnt. Die Ostsee wird mich bald wieder sehen.

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